Abschied nehmen heißt nicht nur Gutes zu verlieren, sondern auch Unangenehmes hinter sich zu lassen.

Mit diesen Worten möchte ich mich aus dem Internet verabschieden. Zum Juli 2020 werde ich diese Website aus dem Netz nehmen.

Bei der Ahnenforschung habe ich gefunden, wonach ich suchte.

Das Thema Herzerkrankung wird mich wohl ein Leben lang begleiten. Durch die Erkenntnisse der letzten Jahre habe ich viel gelernt und meinen Weg gefunden. Ich wünsche allen Herzkranken genauso viel Erfolg und alles Gute!

Vielen Dank für die Kommentare und das Lesen meiner Seiten!

Jörg Bemmé

Drei Jahre Ernährung nach Dr. Esselstyn und Dr. Greger

Auf dem Weg zum Hausarzt geht mir vieles durch den Kopf. Die letzte Untersuchung meiner Blutwerte ist jetzt über ein Jahr her. Dieses Jahr war ich bisher noch nicht beim Arzt, wozu auch? Es geht mir gut. Medikamente nehme ich immer noch nicht, obwohl die Ärzte es mir anraten. In der letzten Zeit war ich mit der Ernährung nicht immer konsequent. Ich frage mich, ob es sich bei den Blutwerten bemerkbar machen wird. Beim Arzt angekommen, gibt es ein kurzes Gespräch. Ich hole meinen Zettel mit den Blutwerten, die ich gerne hätte und reiche ihn meiner Ärztin, die darauf schaut und wissen möchte, warum ich denn diese ganzen Werte brauche. Warum möchte ich einen Holo-TC-Test anstatt eines B12-Serum-Test? Warum Lipoprotein(a) und Homocystein? Danach folgt die Blutentnahme mit den gewünschten Werten. Jetzt heißt es warten.

Inzwischen steht der Termin beim Kardiologen an. Ich sitze im Wartezimmer und schwitze. Was wird er diesmal finden? Wie geht es meinem Herzen? Der Kardiologe untersucht mein Herz und anschließend, auf meinem Wunsch hin, die Halsschlagader. Dann sagt er zu mir: „Keine Plaques, beide Seiten frei.“ Habe ich richtig gehört? Keine Plaques? Letztes Jahr waren da noch diskrete Plaques auf einer Seite. Jetzt sind sie weg? Damit hatte ich nicht gerechnet, umso größer war meine Freude. Die Vermutung liegt nahe, wenn sich an dieser Stelle die Plaques zurückgebildet haben, dass sie an anderer Stelle ebenfalls zurückgehen. Ich bin wohl auf dem richtigen Weg: Ernährung und Lebensweise tragen Früchte.

Die Blutwerte sind da. Leider ist nicht alles zu meiner Freude. Gesamtcholesterin und LDL, sowie auch Lipoprotein(a) haben sich erhöht. Ja, ich kann mir denken warum das so ist, mein inkonsequentes Verhalten in den letzten Monaten. Einziger Wermutstropfen, LDL ist immer noch unter 100 mg/dl und HDL ist sogar gestiegen, so dass sich der Quotient LDL/HDL sogar leicht verbessert hat.

Dr. med. Volker Schmiedel schreibt in seinem Buch „Cholesterin – endlich Klartext!“, dass Lipoprotein(a) ein noch höheres Risiko für Atherosklerose (unpräzise auch Arteriosklerose) ist als LDL. Dieser Wert ist wahrscheinlich erblich bedingt und es gibt zur Zeit weder Medikamente noch andere Lösungen dafür. Wer das gleiche Problem hat wie ich, sollte daher die anderen Faktoren umso besser einstellen. Da sich auch dieser Wert bei mir seit der letzten Blutuntersuchung verändert hat, habe ich die Hoffnung, auch diesen Wert zumindest geringfügig beeinflussen zu können.

Die Ernährungsempfehlungen von Dr. Esselstyn und Dr. Greger sind nicht ganz identisch und trotzdem nenne ich sie in einem Atemzug, denn es geht bei beiden um eine pflanzenbasierte Ernährung (neudeutsch Vegan). Dr. Gregers Empfehlungen beinhalten zusätzlich Nüsse, welche Dr. Esselstyn aufgrund des Fettgehalts verneint. Was ist nun richtig? Dr. Esselstyns Studien stammen aus den 80er Jahren. Zu der Zeit war die Forschung noch nicht ganz so weit wie heute. Mittlerweile sagt man zumindest den Walnüssen eine cholesterinsenkende Wirkung nach.

Welche Blutwerte sind wichtig?

Wie heißt es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Normalerweise sollte man darauf vertrauen, dass wir gründlich untersucht werden, um der Ursache einer Erkrankung auf den Grund zu gehen. Aber auch Ärzte wissen nicht alles und darum ist es nicht falsch, wenn wir uns selbst ein wenig schlau machen. Es gibt Blutwerte, die wurden bei mir nie ermittelt, und hätte ich sie nicht untersuchen lassen, wüsste ich wahrscheinlich heute noch nichts darüber. Ich wüsste nicht, dass zwei meiner Werte viel zu hoch waren und das trotz guter Cholesterinwerte (Gesamt, LDL, HDL). Beide Werte sind aber auch Risikofaktoren für Arteriosklerose. Erst durch das Studium des Buches „Cholesterin – endlich Klartext!“ von Dr. med. Volker Schmiedel wurde ich darauf aufmerksam. Am Ende des Buches findet sich eine Liste mit den wichtigsten Blutwerten, die bei Herz- Kreislauferkrankungen untersucht werden sollten:

  • Cholesterin (gesamt)
  • LDL
  • HDL
  • Triglyceride
  • Blutzucker
  • Homocystein
  • Lipoprotein(a)
  • Fibrinogen
  • hsCRP
  • Vitamin D

Ich würde die Liste noch um Vitamin B12 erweitern, insbesondere wenn man sich vegan ernährt.

Rote Linsensuppe mit Minze

Ich liebe Suppen. Dies ist ein leicht abgewandeltes Rezept aus dem Kochbuch von Dr. Esselstyn und eine meiner Lieblingssuppen.

Zutaten:

  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • 500 g Tomaten
  • 400 g rote Linsen
  • 350 g ungek. Grünkohl
  • 250 ml Orangensaft
  • 12 Knoblauchzehen
  • 8 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Minze
  • 1 TL Oregano
  • 1 große Süßkartoffel
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Balsamico

Zubereitung:

  1. Zwei Liter Gemüsebrühe vorbereiten.
  2. Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden. Den Grünkohl waschen und zerkleinern. Tomaten in Stücke schneiden.
  3. Knoblauch und Frühlingszwiebeln zerkleinern und in einem Suppentopf mit etwas Gemüsebrühe 2 Minuten andünsten.
  4. Tomaten, Minzblätter und Oregano zugeben und weitere 2 Minuten andünsten.
  5. Gemüsebrühe zugeben. Süßkartoffel, Grünkohl, Linsen und Orangensaft einrühren und zum Kochen bringen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen und die Süßkartoffel weich sind.
  6. Anschließend alles mit einem Pürierstab grob pürieren.
  7. Zitronensaft, Pfeffer und Balsamico einrühren, abschmecken und servieren.

Ungesunde Angewohnheiten

Es ist kurz vor Weihnachten. Wir machen gerade einen Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt. Es wird langsam dunkel und die Stadt erstrahlt im Weihnachtsglanz. Die Menschen rennen von einem Geschäft in das Nächste. Unsere Füße werden langsam müde und mir ist nach einer kleinen Pause beim Bäcker. Früher habe ich hier immer gerne bei den Leckereien zugegriffen. Wir stehen vor der Theke. Die Auswahl ist groß. Die Verkäuferin fragt: „Was darf es denn sein?“ Ich finde in der Theke nicht ein einziges Stück Kuchen, was meiner neuen Ernährung entgegen kommen würde. Und dann ist da wieder dieser Gedanke: „Soll ich eine Ausnahme machen?“ Ich kann nicht widerstehen und suche mir ein Stück aus, wovon ich denke, dass es mir am wenigsten schadet. Es schmeckt mir sehr gut, aber ich kann das Stück nicht genießen. Weiterlesen

Ein Jahr Ernährung nach Dr. Esselstyn und Dr. Greger

Es regnet seit Tagen. Der Himmel ist grau, die Temperaturen wenig über den Gefrierpunkt. Es ist Mittagspause. Ich laufe die Straße entlang. Unterwegs komme ich an einer Kantine vorbei. Der angenehme Geruch von Essen strömt mir in die Nase. Erinnerungen werden wach. Ja, früher hat mir so etwas auch geschmeckt, aber mein heutiges Essen steht dem in nichts nach. Nach Dr. Esselstyn kochen bedeutet Kochen ohne zugesetzte Fette und Öle. Das ist einfacher als man denkt. Statt Öl in der Pfanne Weiterlesen

Gegendarstellung zur Sendung „Planet Wissen – Voll Fett …“

Am 20.11.2017 strahlte die ARD die Sendung „Planet Wissen: Voll Fett – Zur Ehrenrettung eines wichtigen Nährstoffs“ aus.

In dieser Sendung wird behauptet, dass in den Industriestaaten immer weniger Fett gegessen wird und trotzdem die Zahl der Fettleibigen und Herzkranken weltweit seit den 1950er-Jahren steigt. Fettleibigkeit und Herzerkrankungen steigen, soweit ist das richtig. Aber es stimmt leider nicht, dass weniger Fett gegessen wird. Wie in dem Link der Weltgesundheitsorganisation WHO nachzulesen, ist es nachweislich mehr geworden! Weiterlesen