Sind Speiseöle gesund oder ungesund?

Vor kurzem waren wir im Urlaub. Wir mieteten uns eine Ferienwohnung und kochten meistens selbst. Das war auch gut so, denn bei den Ausflügen ließ sich kaum ein Restaurant oder Café finden, in dem ich für meine Ernährung etwas finden konnte. Vegetarisch ja, vegan selten, aber vegan mit reduziertem Fettanteil Fehlanzeige. Umso erfreulicher, dass ein italienisches Restaurant mir auf meinen Wunsch hin etwas außerhalb der Speisekarte zubereitete. Dabei fragte ich mich: „Muss ich meine Ernährung, bezogen auf den Fettanteil, wirklich so streng nehmen?“ Ich nahm mir vor, mich noch einmal etwas genauer über Öle und Fette zu informieren.

Schaut man im Internet zu diesem Thema nach, wird man regelrecht erschlagen von der Fülle an Informationen, Studien und Kommentaren. Die Urteile gehen von sehr gesund bis total ungesund. Es wird viel geschrieben, aber die Beweise fehlen oft. Häufig wird auf Studien verwiesen, die aber, wenn man sie genau betrachtet, alle ihre Lücken haben. So zum Beispiel wurde Ende August die PURE-Studie im Lancet, einem angesehenen medizinischen Wissenschaftsjournal, veröffentlicht. Laut dieser Studie senkt der Konsum zusätzlicher Fette die Sterblichkeit bzw. erhöht der Verzicht auf Fette die Sterblichkeit. Natürlich wurde auch vor der tödlichen Gefahr eines erhöhten Verzehrs von Kohlenhydraten gewarnt. Schaut man sich diese Studie jetzt einmal genauer an, wie es Hauke Dressel auf seiner Homepage getan hat, erkennt man schnell, dass das alles so nicht stimmen kann. Seit Jahrzehnten werden Studien geführt, die einen Zusammenhang zwischen Fett und kardiovaskulären Erkrankungen zeigen. Das soll jetzt alles wegen dieser einen Studie hinfällig sein? Wohl eher nicht!

Kommen wir zu den Ölen, zum Beispiel dem „herzgesunden“ Olivenöl. Von wegen herzgesund, ja auch Olivenöl hat einen Anteil von mind. 14% an gesättigten Fettsäuren. Pflanzenöle müssen viele Verarbeitungsschritte durchlaufen, damit sie überhaupt genießbar werden, sie werden für die Extraktion erhitzt, um danach Hexan als Lösungsmittel zu nutzen. Hexan ist hochgiftig. Anschließend folgen einige Reinigungs- und Verarbeitungsschritte. Hexan wird dabei auch wieder entfernt. Wir können nur hoffen, dass wirklich keine Rückstände bleiben.

Mein Fazit:
Meine Recherchen im Internet haben bisher keinen Beweis dafür erbracht, dass Speiseöle gesund sind, eher das Gegenteil ist der Fall. Fette in natürlicher Form sind nicht grundsätzlich schädlich, erst die industrielle Verabeitung führt häufig zu ungesunden Konzentrationen, vergleichbar mit zum Beispiel raffiniertem Zucker. Also statt Olivenöl lieber zu Oliven greifen. Meine eigenen Erfahrungen mit der Ernährung nach Esselstyn/Greger (siehe unter Links) bestätigen mir das. Trotz meines Herzinfarktes 2016 geht es mir seit der Ernährungsumstellung Ende 2016 bestens. Es mag Menschen geben, die essen können, was sie wollen ohne zu erkranken. Mir selbst scheinen die Fette jedenfalls nicht gut zu tun und wenn man im Restaurant höflich fragt, sind viele gerne bereit, losgelöst von der Speisekarte etwas zuzubereiten.

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