Ein Jahr Ernährung nach Dr. Esselstyn und Dr. Greger

Es regnet seit Tagen. Der Himmel ist grau, die Temperaturen wenig über den Gefrierpunkt. Es ist Mittagspause. Ich laufe die Straße entlang. Unterwegs komme ich an einer Kantine vorbei. Der angenehme Geruch von Essen strömt mir in die Nase. Erinnerungen werden wach. Ja, früher hat mir so etwas auch geschmeckt, aber mein heutiges Essen steht dem in nichts nach. Nach Dr. Esselstyn kochen bedeutet Kochen ohne zugesetzte Fette und Öle. Das ist einfacher als man denkt. Statt Öl in der Pfanne
nehme ich etwas Wasser und gieße bei Bedarf nach. Meistens koche ich ohne Rezept. Es wird einfach genommen, was der Kühlschrank hergibt. In der Gemüseabteilung kaufe ich ein, was gerade aktuell angeboten wird. Das meiste Gemüse passt zusammen und lässt sich in der Pfanne oder gedünstet im Topf zubereiten. Zu Hause essen ist überhaupt kein Problem. Unterwegs ist es manchmal etwas schwierig, aber mit der richtigen Vorbereitung kann man auch dann genießen.

Die Straße habe ich hinter mich gelassen. Der Autolärm wird leiser. Ich laufe einen Weg unter großen Bäumen entlang. Der Regen macht gerade eine Pause. Dann ist es plötzlich wieder da: Dieses Glücksgefühl. Meine Füße wollen schneller laufen, ich möchte joggen. Ich empfinde Freude und Zufriedenheit. Dieses Gefühl ist einfach da, warum weiß ich nicht. Ich denke zurück: Vor einem Jahr sah es noch ganz anders aus, da nahm ich noch Medikamente, Medikamente die mir helfen sollten, mit meiner Krankheit leben zu können, aber sie taten es nicht. Sie machten mich noch kränker. Außerdem wollte ich nicht mit meiner Krankheit leben. Ich wollte gesund werden.

Ich laufe weiter, jetzt biegt der Weg in ein Landschaftsschutzgebiet ab. Ich sehe weite Felder und spüre die frische Luft. Ich atme tief ein und spüre wie die kalte Luft meinen Brustkorb füllt. Es ist trotz der Kälte ein angenehmes Gefühl. Ich habe keine Schmerzen mehr in der Brust. Mein Körper ist voller Energie. Ich denke wieder zurück: Vor einem Jahr fing ich an, die Medikamente abzusetzen. Der Kardiologe war anderer Meinung. Aber er fühlte nicht die Muskelschmerzen und hatte keine inneren Blutungen. Auf der Reha sagte man mir, ich spiele mit meinem Leben, wenn ich die Medikamente absetze. Ich frage mich, wer hier mit meinem Leben spielt. Seit einem halben Jahr nehme ich keine Medikamente mehr ein. Es geht mir gut. Soll ich wieder Medikamente nehmen? Zur Prophylaxe sagt man mir. Soll ich wieder das Risiko der Unverträglichkeit eingehen? Experimentieren mit Medikamenten, mit meinem Körper? Nein!

Jetzt ernähre ich mich ein Jahr nach Dr. Esselstyns (Essen gegen Herzinfarkt) und Dr. Gregers (How Not To Die) Empfehlungen. Ich war während dieser Zeit nicht ein einziges Mal krank. Ich hatte nicht einmal einen Schnupfen. Diese eigenen Erfahrungen haben mich überzeugt. Wenn ich davon früher gewusst hätte, wäre mir vielleicht vieles erspart geblieben.

Studien und Medien: Im Internet, im Fernsehen, im Radio und in der Werbung allgemein liest und hört man sehr viel Widersprüchliches. Wissenschaftler und Ärzte sind sich nicht immer einig. Ich mache lieber meine eigenen Erfahrungen. Ein Beispiel: Herzkranken werden in der Regel Cholesterinsenker verschrieben. Damit wird versucht, den LDL-Wert auf etwa 70 mg/dl einzustellen (bei einem Gesamtcholesterin von etwa 150 mg/dl). Das sind Vorgaben, die irgendwann ein Gremium festgelegt hat, weil man der Meinung ist, dass diese Werte keine Atherosklerose verursachen. Cholesterin ist ein lebenswichtiger Baustoff für unsere Zellen, der überwiegende Teil wird in der Leber produziert. In diesen Prozess wird jetzt mit Statinen eingegriffen und die Produktion mit Gewalt nach unten gedrückt. Es kann dabei zu einer Unterversorgung kommen. Die Folgen können die bekannten Nebenwirkungen sein. Ich denke, wenn ein Mensch eine gesunde Leber hat, wird dieses Organ am besten wissen, welche Menge der Körper braucht, oder? Der Mensch hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und wir denken, dass wir in ein paar Jahren wissenschaftlicher Forschung alles über uns wissen? Übrigens: Mit meiner neuen Ernährung konnte ich den Cholesterinspiegel um 25 % senken und das ohne Statine. Es wird immer behauptet, die Ernährung und Lebensweise hat einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel. Ist 25% gering? Ich denke nicht!

Bei einer herzgesunden Lebensweise spielen viele Faktoren eine Rolle. Dabei ist vieles noch nicht ausreichend erforscht. Warum die Ernährung nach Dr. Esselstyn funktioniert, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass sie zusammen mit den anderen Änderungen in meinem Leben für mich zum Erfolg führte. Ob meine Atherosklerose dadurch stabil bleibt oder sich vielleicht sogar verbessert, bleibt abzuwarten.

Die Ernährung nach Dr. Esselstyn ist eine gute Idee. Jeder kann das sofort machen, es gibt keine Nebenwirkungen. Aber bitte die Medikamente und Dosierung nicht einfach absetzen oder ändern! Bitte auf jeden Fall mit dem Arzt sprechen! Jeder Mensch ist verschieden! Mein Verhalten bezüglich der Medikamente soll nicht zum Nachmachen animieren! Ich möchte lediglich zeigen, dass es auch andere Wege als die üblichen Leitlinien der klassischen Medizin gibt und man viel für sich selbst tun kann.

26 Gedanken zu „Ein Jahr Ernährung nach Dr. Esselstyn und Dr. Greger

  1. Hallo, hätte einige Fragen zu deiner ERnährungsumstellung, aber das was ich gern Wissen möchte, was Trinkst du, was hast du vorher getrunken, ist dir die Umstellung leicht gefallen???

    • Hallo Hardy,
      ich trinke meistens Hibiskustee oder stilles Wasser, entweder pur (heiß oder kalt) oder mit etwa einen fünftel Orangensaft. Ganz selten mal eine Tasse Kaffee, wenn mir danach ist. Alkohol garnicht, weil ich der Meinung bin, es ist Gift für den Körper, auch in kleinen Mengen. Auch andere Säfte mische ich mit viel Wasser. Andere Tees: Pfefferminztee, Früchtetees, selten Grüner Tee. Alle Getränke sind bei mir ungesüsst.
      Getrunken habe ich vor der Umstellung schon das gleiche, umgewöhnen musste ich mich bei den Süßigkeiten. Darauf zu verzichten viel mir nicht leicht. Auch waren anfangs Restaurantbesuche für mich ein Problem. Mittlerweile ist alles für mich ganz normal, auch das Verlangen Abends vorm Fernseher zu naschen ist verschwunden. Ich esse dafür vorher etwas mehr. Überhaupt sind die Mengen etwas mehr geworden, um den fehlenden Fettanteil auszugleichen.
      Im Sommer werde ich wieder die Blutwerte überprüfen lassen. Nächstes Jahr ist ein Ultraschall der Halsschlagader geplant. Dann wird sich wieder zeigen, wie es um meine Gesundheit steht. Wenn du weitere Fragen hast, gerne!
      Viele Grüße
      Jörg

      • Hallo Jörg. Danke für die schnelle Antwort.Mit Süßigkeiten habe ich kein Problem, da ich noch nie besonders viel genascht habe, mein Problem ist Trinken, war ( bin ) Cola Süchtig, trinke aber seit etwa einen Jahr nicht mehr wie einen halben Liter am Tag ansonsten viel Wasser und Abends gern mal ein Radler. Ernähre mich jetzt seit 3 Tagen nach dem Buch Essen gegen Herzinarkt ( hatte am 25.12.17 einen Herzinarkt, mit 48 Jahren )die Ärzte wollten mir nach Untersuchungs Marathon einen Stent setzen, habe abgelehnt. Hattest du am Anfang auch Verdauungs Probleme. Grüße vom Hardy aus Stein

        • Hallo Hardy,
          ich war vor der Ernährungsumstellung bereits seit zwei Jahren vegan, davor vier Jahre vegetarisch, daher hat es sich bei mir nicht so ausgewirkt. Von anderen weiß ich aber, dass es durchaus ein paar Wochen dauern kann, bis sich der Körper umgestellt hat. Ich wünsche Dir viel Erfolg und lasse ab und zu gerne etwas von Dir hören. Es interessiert mich sehr, wie es anderen mit dieser Ernährung ergeht. Du kannst mir auch gerne direkt eine Email schicken. Adresse steht unter Impressum.
          Viele Grüße
          Jörg

  2. Hallllooo, ch habe das Ganze so verstanden:: Kein Zucker, keine tierischen Produkte, keine Öle, nicht mal Olivenöl. Habe ich was vergessen?
    Meine Frage: Was ist mit Oliven, und mit Kokosmilch und Avocado ???

    Liebe Grüße

    • Hallo,
      wenig oder keinen Zucker und wenn, dann am besten in natürlicher Form, also zum Beispiel durch Früchte. Ich esse manchmal, aber eher selten, wenige Oliven, achte aber wegen des Salzgehaltes darauf, dass es wirklich nur wenige sind. Olivenöl wird immer als gesund dargestellt, dabei ist es ein industriell erzeugtes Produkt, wo nicht mehr viel Natürliches enthalten ist (siehe mein Beitrag zu Speiseöle). Von Kokosmilch, sowie andere Kokosprodukte lasse ich die Finger, genauso Avocado. Anders als Esselstyns Empfehlungen esse ich regelmäßig Walnüsse. Ich bin immer noch am forschen und sehe die Studien von Dr. Esselstyn nicht in Stein gemeißelt und auch nicht allein stehend. Die Studien von Dr. Esselstyn sind immerhin schon länger her, er selbst dürfte mittlerweile über 84 Jahre sein. Andere Faktoren, denke ich, spielen auch eine wichtige Rolle, wie zum Beispiel Bewegung. Das soll nicht heißen, dass ich seine Studien relativieren will. Bisher geht es mir damit sehr gut, aber wir dürfen neue, korrekt durchgeführte Studien (leider ist es häufig nicht der Fall und man sollte immer ein gesundes Mißtrauen haben) nicht außer acht lassen.
      Viele Grüße
      Jörg

      • Hallo,
        Bei der Ernährung von Dr. Esselstyn wird nichts von Samen erwähnt. Kann natürlich sein das ich es übersehen haben. Bis jetzt habe ich auch nur die Videos gesehen. Wie sieht es den mit Leinensamen aus?
        Sind die auch nicht geeignet.
        Wegen der relativ hohen Anteile der Vorstufe von Omega 3.

        • Hallo Stefan,

          Dr. Esselstyn sagt dazu, dass zwei Esslöffel am Tag erlaubt sind, auch in Kuchen-Rezepten taucht es bei ihm auf. Ich nehme jeden Tag zwei Esslöffel in mein Müsli und lasse es quellen, dann ist es fast wie Brei. Zu andere Samen äußert er sich ähnlich. Nachzulesen auf seiner Homepage unter FAQ. Da Samen normalerweise sowieso nicht in großen Mengen verzehrt werden, habe ich mir hier noch nie große Gedanken gemacht. Ich denke auch, unverarbeitete, natürliche Lebensmittel sind unser geringstes Problem.

  3. Gleich nach meinen zweiten Herzinfarkt (20. Okt. 2018) bin ich auch auf die Ernährung von Dr. Esselstyn umgestiegen. Schulmedikamente vertrage ich nicht. Wird mir von den verschiedenen Kardiologen als Einbildung unterstellt. Nach dem ich auch das mit den Muskelschmerzen kenne, habe ich diesmal gleich nach dem Krankenhaus alles abgesetzt, bis auf Strophanthin. In der Klinik wurde mir gesagt, ich kann Strophanthin ruhig weiternehmen, wichtig sind jetzt unsere Medikamente.

    Vielleicht kann ich auch mit Strophanthin runterfahren, oder es gar nur mehr als Notfallmedikament dabei haben, dies wäre mein Wunschziel. Am schönsten ist es doch, wenn wir gar nichts nehmen müßten. Weil, wenn ich sehe, wieviel Medikamente die Leute nehmen müssen, wird mir schlecht.

    Übrigens, danke für die Infos auf Ihrer Homepage!

    • Strophanthin wurde in Afrika als Pfeilgift eingesetzt. Ob es hilfreich oder schädlich ist, kann ich nicht beurteilen. Mehr dazu finden Sie hier Strophanthus.
      Bitte vorsichtig sein mit dem Absetzen der Medikamente und auf jedem Fall den Arzt darüber informieren, sowie Kontrollen durchführen. Ich habe meine Medikamente innerhalb eines halben Jahres ausschleichen lassen und parallel dazu Arztkontrollen durchgeführt. Das ist jetzt fast zwei Jahre her. Auch angemessene Bewegung/Sport dabei nicht vernachlässigen. Das spielt bei mir eine große Rolle.
      Alles Gute und herzliche Grüße
      Jörg Bemmé

      • Hallo Jörg,

        Strophanthin nehme ich seit 2012 (nach meinen ersten Herzinfarkt) und bin damit bestens vertraut. Trotzdem habe ich durch meine Ernährung gerne fett, viel süß meinen zweiten Herzinfarkt selbst herbeigeführt.

        Komme gerade vom Arzt. Cholesterinwert knapp vorm Herzinfarkt 264 mg/dl nach einer Woche Esselstyn 202 mg/dl. Zucker ganz knapp zu hoch, war auch schon vorher so. Dies ist meines bisherigen zu vielem Obstgenuss zuzuschreiben. Langzeitzucker o.k.

        Bin vorher täglich laufen gegangen, nur vorm Herzinfarkt ging immer weniger, musste mich bei einem 800 m hohen Hügel 4x hinsetzen. Vorher bin ich den locker hochgelaufen. Seit der Entlassung aus dem Krankenhaus bin ich von 1 Minute laufen, schon auf über 30 min durchlaufen.

        Beim ersten Herzinfarkt habe ich auch 6 Monate gewartet bis ich alles langsam abgesetzt. Warum habe ich abgesetzt. Muskelschmerzen, Müdigkeit, Haarausfall und als Zugabe Potenzstörungen. Deshalb war ich beim zweiten mal gleich mutiger.

        Mit Strophanthin bin ich gut bedient, es war einmal das Herzmittel (bis ca. 1970) Nr. 1. In der DDR war es bis zur Wende (1989) auf jeden Rettungswagen. Die waren sicher nicht dümmer, wie der Rest der Deutschen und auch wie wir Österreicher.

        In meinem Fall wirkt Strophanthin sehr gut. In 3 Monaten habe ich wieder Blutkontrolle.

        Lasse dann wieder gerne was hören.
        Dir viele Grüße ins schöne Itzehoe
        QvM

        • Von 264 mg/dl auf 202 mg/dl hört sich doch schon gut an. Ich nehme an, dass ist der Gesamtcholesterin. Wichtig ist natürlich der LDL und das Verhältnis LDL/HDL. Es wird immer behauptet, dass sich der Wert über Ernährung maximal 20-25% reduzieren lässt. Schau mal, wie sich das bei Dir entwickelt, 200 mg/dl ist für einen Herzkranken noch etwas zu hoch.
          Viele Grüße
          Jörg

          • Es geht um das Fett. Fettreduziert ist leider zu wenig. Gerne berichte ich in 3 Monaten. Da ich weiß, dass ich mich daran halte brauche ich diese engmaschigen Kontrollen nicht. Dr. Esselstyn hat deshalb die Patienten in so kurzen Abständen kontrolliert, weil er wußte, dass da so mancher Pappenheimer schummeln würde. Bei 3 Monaten hätten die vielleicht erst die letzten 14 Tage wieder sich gut ernährt. Da ich mich kenne, weiß ich , das ich bei meiner Familiengeschichte (Vater 43 Jahre, Bruder 43 Jahre, Schwester 58 Jahre, Großvater 67, 3 Brüder meines Vaters 43 Jahre alles Herzinfarkt) mir mit der Ernährungsweise nach Dr. Esselstyn mein Leben (jetzt 60Jahre) sicher verlängern kann.

            Übrigens Dir nochmals 1000Dank, dass Du Deine Herzgeschichte ins Netz stellst!

          • Es freut mich, wenn ich helfen kann. Deine Rückmeldung motiviert mich. Es fiel mir anfangs nicht leicht, es zu veröffentlichen, aber ich halte es einfach für wichtig, darauf aufmerksam zu machen, was wir selber tun können.
            Herzliche Grüße
            Jörg

  4. Komme gerade vom Arzt mit meinen Blutbefunden und bin ein wenig unangenehm berührt. Mein Gesamtcholesterin ist von 202 auf 227. Mein HDL auf 37 und mein LDL auf 142. Das Ratio auf 6.1. Und was mich schon etwas nervös macht, sind die Triglyceride von 127 auf 220.

    Jetzt forsche ich nach den Ursachen um zu wissen woran es lag. Sport mache ich täglich und fühle mich wirklich rundum wohl. 11 Kilo seit der Spitalsentlassung weniger.

    Vermute schwer, dass beim letzten mal noch der Einfluss der Blutfettsenker, die ich nicht mehr nehme, vom Krankenhaus nachgewirkt haben. Der Arzt meint es sei der Reinigungsprozess.

    Was isst Du genau? Isst Du auch Brot? Nimmst Du Vitamine (selbst nehme ich ein Multivitamin)? Nimmst Du Mineralien? Nimmst Du Vitamin D? Und noch eine Frage, wie oft hast Du am Anfang Dir Deine Werte anschauen lassen?

    Jörg ich danke Dir für die Infos im voraus!

    • Das ist im Grunde ganz einfach, ich ernähre mich rein pflanzlich, also vegan und achte auf einen stark reduzierten Fettanteil, nehme keine Öle, Margarine oder andere Fette. Das sind die Ernährungsempfehlungen von Dr. Esselstyn (siehe unter Links). Von seinem Ernährungskonzept weiche ich nur bei Nüssen ab, ich esse fast täglich Walnüsse. Ich trinke ausschließlich Kräuter-/Früchtetees und Wasser, keinen Alkohol und sehr selten eine Tasse Kaffee. Beim Brot achte ich auf Vollkorn und eine kurze Zutatenliste, nehme es aber nicht immer so ganz genau beim Brot. Vitamine nehme ich nur B12 und Vitamin D. Die ersten beiden Messungen lagen 3 Monate auseinander, dann alle 6 Monate. Meine nächste Messung plane ich im Sommer, dann ist ein Jahr vergangen. Halte Dich an die Ernährungsempfehlungen von Dr. Esselstyn und Dr. Greger (siehe Links auf meiner Seite). Wenn Du Herzkrank bist, versuche schnell von Deinen Werten runter zu kommen, notfalls mit Statinen. Lass mal prüfen, ob Du eine erblich bedingte Fettstoffwechselstörung (familiäre Hypercholesterinämie) hast.

  5. Hallo Jörg!

    Danke für Deine schnelle Antwort!

    Also habe mich jetzt seit 2 Monaten nach Dr. Esselstyn ernährt. Kein Öl, kein Fett, keine Margarine. Vieles nur roh. Oder mit Wasser gekockt. Beim Brot muss ich mich verbessern, da ich es da auch nicht so genau nehme. Ab und zu eben Semmel und Salzstangerl. An dem kann es ja nicht liegen, wenn ich vorher wirklich fett gegessen habe. (Burger, Kässpätzle etc.)

    Vitamin D habe ich gerade bestellt. Nehme ein Multivitaminpräparat (auch B12 Tagesbedarf dabei) täglich. Magnesium ab und zu.

    Welcher Facharzt stellt die Hypercholereinämie (die ja eigentlich schon da sein müßte, bei den vielen Herzinfarkten meiner Familie) fest und was kann man dagegen tun??

    • Spreche bitte Deinen Kardiologen darauf an. Zwei Monate ist zu kurz um Aussagen treffen zu können. Nehme notfalls Statine in geringer Dosis und setze diese langsam ab, sobald sich Deine Werte verbessern. Esse viel Gemüse, Obst und keine Fertigprodukte! Wenig bis kein Salz. Das gleiche gilt für Zucker, insbesondere raffinierten Zucker. Wenn Zucker, dann mit der Frucht zusammen. Früchte nicht auspressen, sondern die ganze Frucht verwenden. Und: Halte durch!!! Es lohnt sich.

      Viele Grüße
      Jörg

  6. Danke für Deine Zeilen. Es hat sich schon wegen der 11 Kilo gelohnt und auch vom Wohlgefühl her. Bin ständig schifahren und in der Natur. Werde noch mehr roh essen.
    Zucker nehme ich vom Zucker. Und meinem Kaffee schwarz. Eine Tasse pro Tag! Alkohol wie immer fast. Werde Fertigprodukte noch entfernen. Weißt du, bis auf diese Triglyceride und das CHOL hat sich alles gebessert. Sprich, alles andere ist endlich grünen Bereich.

    Mein Mindset ist absolut stimmig. Wenn ich essen gehe, sehe ich bei den anderen das ungesunde Essen und nicht dass ich es haben will!

    Dir Jörg, einen schönen Abend!
    QvM

  7. Moin Moin Jörg, erstmal finde ich deine Seite wirklich gut. Du bist der erste, der es genau macht wie ich. Ich lebe nach Dr. Esselstyn seit 3 Jahren. Mein Krankheitsbild sieht etwas anders aus als bei dir. Ich habe 5 Stenosen ( 45%- 95% im Riva) und therapiere mich seit 3 Jahren selber. Ich muss gestehen, dass ich keinerlei Vertrauen mehr zu Ärzten habe. Die haben mich 5 Jahre auf Sodbrennen behandelt. Völlig hohl diese Penner. Ich richte mich wie schon gesagt nach dem Buch. Die wollten mir auch mehre Bypässe verpassen, was ich natürlich abgelehnt nicht gemacht habe, nach dem las, das es einen auf Dauer eben nicht weiter bringt und nur ein riesen Geschäft ist. In einem muss ich allerdings Esselstyn widersprechen. Ich habe bis heute Angina Pectoris Anfälle, die ja eigentlich schon lange weg sein sollten, wie es im Buch beschrieben ist. Ich vermute aber, dass es daran liegt, das wir hier oben (Nordfriesland) einfach ein ganz anderes Klima haben als es in Kalifornien herrscht. Ich war letztes Jahr in Kroatien, wo es sehr warm war und habe da wesentlich weniger Anfälle gehabt als zu Hause. Wobei ich natürlich auch sagen muss, das es mir sehr gut geht. Ich mache Sport und lebe ein ganz normales Leben. Gegen die wenigen Anfälle, die ich habe, nehme ich Nitrolingual Spray ( ca. 4x am Tag) und damit hat es sich. Ich nehme keinerlei Medikamente. Was ich natürlich aber nehme, ist Strophanthin zur Entsäuerung des Herzens gegen Herzinfarkt. Gegen zu hohen Blutdruck nehme ich L-Argenin und L-Citrulin was zwar äußerst bescheiden schmeckt aber meinen Blutdruck wunderbar bei 70/130 hält. Außerdem nehme ich, B12, D3, K2 und mache jeden Tag seit kurzem Magesium Fußbäder. So jetzt erstmal genug geschrieben und vielen Dank das du diese Seite gemacht hast. Gruß Michael

    • Hallo Michael,
      ich kann mir nicht vorstellen, dass die Angina Pectoris wesentlich durch das Klima beeinflusst wird. Ich kenne leider keinen deutschen Arzt, der Dr. Esselstyn’s Ernährungs- und Behandlungsmethode unterstützt, den ich Dir empfehlen kann, aber ich finde Du solltest es nochmal genau untersuchen lassen, da stimmt etwas nicht.
      Viele Grüße
      Jörg

  8. Hallo Jörg!
    Nun habe ich meine aktuellen Laborwerte. Da hat sich vieles zum Guten gewendet.
    Gesamtcholesterin nur mehr 162. Laut Esselstyn sollte ich unter 150 sein. Im Vergleich zum letzten mal, um 40 Punkte weniger. Die Tryglyceryde sind auch schon fast im Normalbereich um 80 Punkte weniger. Das einzige Manko was ich laut Werten habe ist ein zu niedriger HDL nämlich nur 29. Da meint mein Arzt dass ich Olivenöl nehmen sollte,. Aber das NO OIL von Dr. Esselstyn hat sich bei mir sehr tief eingeprägt. Also 5 Monate Dr. Esselstyn und ich habe Werte beim Belastungs EKG, dass es eine Freude ist. Die mussten irgendwann sagen, ich sollte aufhören, 60 % über dem Durchschnitt. Sitze jetzt auch täglich extra zum Laufen auch noch 20 min am Hometrainer. Alles in allem o.k., bis auf mein HDL, dass ich anheben muss. Vielleicht noch mehr Leinsamen und Nüsse. Und ab und zu Wein und ein Bierchen.

    • Hallo!
      Ist es nicht toll, was wir mit Ernährung erreichen können. Mein Kardiologe meinte bei der letzten Untersuchung, Belastungs-EKG können wir uns sparen, wenn sie Halbmarathon laufen. Bei kaltgepressten Olivenöl und Leinöl bin ich unsicher, d. h. wenn wir mal Essen gehen, was selten vorkommt, drücke ich schon einmal ein Auge zu. Selber nutze ich es nicht. Leinsamen und Nüsse sind eine gute Idee, mir haben sie bisher nicht geschadet, besonders Walnüsse kann ich empfehlen. Mit denen habe ich einen Selbsttest gemacht. Durch den regelmäßigen Verzehr von Walnüssen ging mein Cholesterinspiegel noch weiter runter. Ich liege jetzt unter 150 Gesamt. Mein HDL ist irgendwo bei 46, LDL 82.
      Viele Grüße
      Jörg

    • Eine große Hand voll. Und ich habe wirklich große Hände. 🙂
      Eine 200g-Packung reicht bei mir zwei/drei Tage. Ich nehme sie als Topping über Haferbrei oder ins Müsli.
      Viele Grüße
      Jörg

  9. Tausend Dank Jörg das werde ich ab sofort machen. Und im Oktober sehen wir weiter. Wenn das auch noch gut geht, was ich glaube, wird das ein Freudenfest.

    Bis jetzt haben wir die Schulmedizin Lügen gestraft. Weil mit Acetylsalicylsäure werde ich total müde und bin arbeitsunfähig. Mit Statinen bekomme ich Muskelschmerzen.

    Strophanthin habe ich jetzt auf 40 Prozent reduziert, will aber auch da noch weiter runter. Heute bin ich 90 min gelaufen.

    Dir weiterhin viel Gesundheit!

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