Ein letzter Beitrag zum Thema Herz-Gesund leben

Dies ist der letzte Beitrag zum Thema „Herz-Gesund leben“. Ich denke, alles Wesentliche wurde bereits angesprochen. Eines möchte ich jedoch noch einmal los werden, etwas, was mich in der letzten Zeit viel beschäftigt hat.

Heute wäre mein Vater vierundachtzig geworden. Im März diesen Jahres verstarb er. Das Herz wurde durch eine Lungenentzündung zu schwach, um den Körper noch ausreichend zu versorgen. So verstarb er nach zweieinhalb Wochen im Krankenhaus.

Für meine Mutter übernahm ich jetzt einige Dinge, die früher mein Vater verrichtete, unter anderem die Verwaltung der Papiere. Dabei fiel mir eine Blutuntersuchung, die kurz vor seinem Tod gemacht wurde, in die Hände. In dieser Blutuntersuchung waren die
Cholesterinwerte vom Arzt rot markiert worden. Mein Vater hatte einen LDL von 171 mg/dl, der Gesamtcholesterin lag weit über 200 mg/dl, HDL irgendwo bei 45 mg/dl, Triglyceride auch weit über normal und das trotz der Statine, die mein Vater bekam. Ich bin mir sicher, dass die Ärzte ihn darauf angesprochen haben und sicher auch Empfehlungen bezüglich Ernährung und Lebensweise gemacht haben werden.

Mein Vater hatte einen Herzinfarkt und mehrere Schlaganfälle. Mein Vater war immer ein sehr aktiver Mensch. Still auf dem Sofa zu sitzen, gefiel ihm überhaupt nicht. Nach den Mahlzeiten war er immer schnell wieder verschwunden. Wenn wir ihn suchten, war er
in der Werkstatt, im Schuppen oder im Garten am Arbeiten. Die letzten Schlaganfälle führten zu starken Bewegungseinschränkungen, so dass er diesen Tätigkeiten nicht mehr nachgehen konnte. Das hat ihn sehr belastet.

Mein Vater hat seine Ernährung bis zu seinem Tod beibehalten, die Ernährung, die er während und nach dem zweiten Weltkrieg kennen gelernt hatte.

Warum er die Empfehlungen der Ärzte ignorierte? Ich weiß es nicht.
Aber mit einer anderen Ernährung würde er vielleicht heute noch leben.

Messen wir den Blutdruck richtig?

Der Blutdruck steigt und sinkt mit der körperlichen Belastung und das sogar relativ schnell. Somit ist eine Blutdruckmessung immer nur eine Momentaufnahme. Hinzu kommen die persönlichen Lebensumstände wie Ernährung, Körpergewicht, Bewegung, Körperlage, Veranlagung usw.. Es spielen also für diese Momentaufnahme sehr viele Faktoren mit. Umso mehr verwundert es mich jedesmal wieder, wie ungenau die Messungen, zu Hause und auch beim Arzt, durchgeführt werden. Nicht selten habe ich es beim Arzt erlebt, dass im Stehen oder mit hängendem Arm gemessen wurde. Es ist vielen anscheinend nicht klar, dass die Armhaltung während der Messung einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis hat. Machen Sie einmal das Experiment und messen den Blutdruck, gerne im Sitzen, mit hängenden Arm und anschließend eine zweite Messung mit dem Arm über Kopfhöhe. Sie werden erstaunt sein, welche Auswirkung das hat.

Blutdruckmessung zu Hause, so machen Sie es richtig:

  • Vor der Messung drei bis fünf Minuten entspannen (nichts tun).
  • Die Blutdruckmanschette muss sich auf Herzhöhe befinden. Das ist vor allem bei Handgeräten wichtig.
  • Immer im Sitzen und angelehnt, den Arm auf dem Tisch ruhend, messen.
  • Beim Messen nicht bewegen oder reden.
  • Immer zur gleichen Zeit, morgens und abends messen. Morgens vor der Einnahme blutdrucksenkender Mittel messen, damit auch der Blutdruck in den frühen Morgenstunden erfasst wird.

So bekommen wir pro Tag zwei Messungen unter relativ gleichen Bedingungen. Diese sollten Sie notieren und beim nächsten Arztbesuch mitnehmen.

Fehlerquellen bei der Langzeitblutdruckmessung

Bei der Langzeitblutdruckmessung misst ein Messgerät automatisch über 24 Stunden den aktuellen Blutdruck unter Alltagsbedingungen, am Tag alle 15 Minuten und in der Nacht alle 30 Minuten. Am Tag der Messung sollte sich der Betroffene nicht schonen, sondern sich so verhalten wie im normalen Alltag. So kann der Arzt erkennen, wann sich der Blutdruck wie verändert.

Soweit die Theorie. In der Praxis sieht das aber oft ganz anders aus. Zum Beispiel habe ich noch nie erlebt, dass der Arzt mich nach meinen Tagesaktivitäten (Tätigkeitsprotokoll) gefragt hat. Beim Anlegen des Gerätes wurde dieses nie erwähnt, wobei es durchaus eine wichtige Rolle spielt, denn wie sonst kann der Arzt die Blutdruckwerte beurteilen, wenn er nicht weiß, was der Patient zum jeweiligen Zeitpunkt getan hat. Er könnte zum Beispiel schwere körperliche Arbeit erledigt haben, die der Arzt dann als Bluthochdruck interpretieren würde.

Und von wegen, das Gerät stört kaum den Schlaf. Ich kann mir gut vorstellen, dass bei den meisten Menschen genau das Gegenteil der Fall ist, man schläft ein und wird von dem Gerät wieder geweckt, das jede halbe Stunde. Ich denke, mehr Stress kann man einer Person nicht antun.

Aber damit sind wir noch nicht am Ende: Ein weiterer Punkt ist, dass das Gerät sehr empfindlich auf Bewegungen reagiert. Das führt zu wiederholten Messungen oder unbrauchbaren Werten. Ich halte die Ergebnisse daher nicht für besonders aussagekräftig und würde immer eine mehrfache Oberarm-Blutdruckmessung vorziehen, da hier die Bedingungen (siehe oben) genauer geregelt sind.

Welche Blutwerte sind wichtig?

Wie heißt es so schön? Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Normalerweise sollte man seinen Ärzten vertrauen, darauf vertrauen, dass wir gründlich untersucht werden, um der Ursache einer Erkrankung auf den Grund zu gehen, normalerweise. Aber auch Ärzte wissen nicht alles und darum ist es nicht falsch, wenn wir uns selbst ein wenig schlau machen. Es gibt Blutwerte, die wurden bei mir nie ermittelt, und hätte ich sie nicht untersuchen lassen, wüsste ich wahrscheinlich heute noch nichts darüber. Ich wüsste nicht, dass mein Homocystein- und Lipoprotein(a)-Wert viel zu hoch sind und das trotz guter Cholesterinwerte (Gesamt, LDL, HDL). Beide Werte sind aber auch Risikofaktoren für Arteriosklerose. Erst durch das Studium des Buches „Cholesterin – endlich Klartext!“ von Dr. med. Volker Schmiedel wurde ich darauf aufmerksam. Am Ende des Buches findet sich eine Liste mit den wichtigsten Blutwerten, die bei Herz- Kreislauferkrankungen untersucht werden sollten:

  • Cholesterin (gesamt)
  • LDL
  • HDL
  • Triglyceride
  • Blutzucker
  • Homocystein
  • Lipoprotein(a)
  • Fibrinogen
  • hsCRP
  • Vitamin D

Ich würde die Liste noch um Vitamin B12 erweitern, insbesondere wenn man sich vegan ernährt.

Rote Linsensuppe mit Minze

Ich liebe Suppen. Dies ist ein leicht abgewandeltes Rezept aus dem Kochbuch von Esselstyn und eine meiner Lieblingssuppen.

Zutaten:

  • 2 Liter Gemüsebrühe
  • 500 g Tomaten
  • 400 g rote Linsen
  • 350 g ungek. Grünkohl
  • 250 ml Orangensaft
  • 12 Knoblauchzehen
  • 8 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Minze
  • 1 TL Oregano
  • 1 große Süßkartoffel
  • 3 EL Zitronensaft
  • 1 TL schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Balsamico

Zubereitung:

  1. Zwei Liter Gemüsebrühe vorbereiten.
  2. Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden. Den Grünkohl waschen und zerkleinern. Tomaten in Stücke schneiden.
  3. Knoblauch und Frühlingszwiebeln zerkleinern und in einem Suppentopf mit etwas Gemüsebrühe 2 Minuten andünsten.
  4. Tomaten, Minzblätter und Oregano zugeben und weitere 2 Minuten andünsten.
  5. Gemüsebrühe zugeben. Süßkartoffel, Grünkohl, Linsen und Orangensaft einrühren und zum Kochen bringen. Etwa 15 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen und die Süßkartoffel weich sind.
  6. Anschließend alles mit einem Pürierstab grob pürieren.
  7. Zitronensaft, Pfeffer und Balsamico einrühren, abschmecken und servieren.

Ungesunde Angewohnheiten

Es ist kurz vor Weihnachten. Wir machen gerade einen Bummel durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt. Es wird langsam dunkel und die Stadt erstrahlt im Weihnachtsglanz. Die Menschen rennen von einem Geschäft in das Nächste. Unsere Füße werden langsam müde und mir ist nach einer kleinen Pause beim Bäcker. Früher habe ich hier immer gerne bei den Leckereien zugegriffen. Wir stehen vor der Theke. Die Auswahl ist groß. Die Verkäuferin fragt: „Was darf es denn sein?“ Ich finde in der Theke nicht ein einziges Stück Kuchen, was meiner neuen Ernährung entgegen kommen würde. Und dann ist da wieder dieser Gedanke: „Soll ich eine Ausnahme machen?“ Ich kann nicht widerstehen und suche mir ein Stück aus, wovon ich denke, dass es mir am wenigsten schadet. Es schmeckt mir sehr gut, aber ich kann das Stück nicht genießen. Weiterlesen

Ein Jahr Ernährung nach Dr. Esselstyn und Dr. Greger

Es regnet seit Tagen. Der Himmel ist grau, die Temperaturen wenig über den Gefrierpunkt. Es ist Mittagspause. Ich laufe die Straße entlang. Unterwegs komme ich an einer Kantine vorbei. Der angenehme Geruch von Essen strömt mir in die Nase. Erinnerungen werden wach. Ja, früher hat mir so etwas auch geschmeckt, aber mein heutiges Essen steht dem in nichts nach. Nach Dr. Esselstyn kochen bedeutet Kochen ohne zugesetzte Fette und Öle. Das ist einfacher als man denkt. Statt Öl in der Pfanne Weiterlesen

Gegendarstellung zur Sendung „Planet Wissen – Voll Fett …“

Am 20.11.2017 strahlte die ARD die Sendung „Planet Wissen: Voll Fett – Zur Ehrenrettung eines wichtigen Nährstoffs“ aus.

In dieser Sendung wird behauptet, dass in den Industriestaaten immer weniger Fett gegessen wird und trotzdem die Zahl der Fettleibigen und Herzkranken weltweit seit den 1950er-Jahren steigt. Fettleibigkeit und Herzerkrankungen steigen, soweit ist das richtig. Aber es stimmt leider nicht, dass weniger Fett gegessen wird. Wie in dem Link der Weltgesundheitsorganisation WHO nachzulesen, ist es nachweislich mehr geworden! Weiterlesen

Zur Winterzeit: Fettarmer Sonntags-Walnuss-Kuchen

Winterzeit ist Walnuss-Zeit. Walnüsse haben viel Fett, das stimmt, etwa 41 % mehrfach ungesättigte Fettsäuren und etwa 10 % einfach ungesättigte Fettsäuren. Da könnte man denken, es passt nicht zu einer herzgesunden, fettarmen Ernährung. Dem ist aber nicht so, denn Walnüsse enthalten viele Omega-3-Fettsäuren und ein günstiges Omega-3-Omega-6-Verhältnis. Es gibt Studien, die den Walnüssen eine positive Wirkung auf Herz und Kreislauf nachsagen. Selbst Dr. Esselstyn, der grundsätzlich gegen den Verzehr von Nüssen ist, schreibt in seinem Buch, dass eine Handvoll Walnüsse bei seiner Ernährungsempfehlung erlaubt ist. Also gönnen wir uns doch gleich einmal eine Handvoll davon. Weiterlesen

Sind Speiseöle gesund oder ungesund?

Vor kurzem waren wir im Urlaub. Wir mieteten uns eine Ferienwohnung und kochten meistens selbst. Das war auch gut so, denn bei den Ausflügen ließ sich kaum ein Restaurant oder Café finden, in dem ich für meine Ernährung etwas finden konnte. Vegetarisch ja, vegan selten, aber vegan mit reduziertem Fettanteil Fehlanzeige. Umso erfreulicher, dass ein italienisches Restaurant mir auf meinen Wunsch hin etwas außerhalb der Speisekarte zubereitete. Dabei fragte ich mich: „Muss ich meine Ernährung, bezogen auf den Fettanteil, wirklich so streng nehmen?“ Ich nahm mir vor, mich noch einmal etwas genauer über Öle und Fette zu informieren. Weiterlesen