Datensicherung

Datensicherung mit Linux, aber nicht nur für Linux
Wie wichtig Datensicherung ist, wird einem meistens erst bewusst, wenn das Malheur bereits passiert ist. Vernachlässigt wird sie oft aus Bequemlichkeit oder einfach weil die Zeit fehlt. Es soll schnell, einfach und zuverlässig gehen, ist es aber häufig nicht, und so lässt man es gleich ganz sein, frei nach dem Motto „Morgen ist auch noch ein Tag“. Seit einigen Jahren benutze ich für diesen Zweck zwei Verfahren, die sich bei mir bewährt haben und sich gut ergänzen. Der Zeitaufwand ist relativ gering. Lediglich für die Einrichtung sollte man sich etwas Zeit nehmen.

Datensicherung unter Linux, schnell mal zwischendurch
Nach gemachter Tagesarbeit starte ich ein selbst geschriebenes Script unter Linux. Dieses überprüft die gemachten Änderungen und speichert sie auf einem externen Datenträger. Beim ersten Start dauert es meistens etwas länger, weil alle Daten gesichert werden müssen, danach sind es in der Regel nur wenige Minuten. So befindet sich auf dem externen Datenträger immer eine 1zu1-Kopie des letzten Datenbestandes. Das besagte Script enthält hauptsächlich Rsync-Befehle. Nutzt man mehrere Datenträger, lassen sich zeitlich versetzte Kopien erstellen. Ein Script-Beispiel finden Sie hier. Das Script läuft unter Linux. Der Benutzer braucht root-Rechte. Ich habe meinem Benutzer-Account für die benötigten Befehle die entsprechenden Rechte über die Datei /etc/sudoers gegeben. Auch dafür ein Beispiel. Legt man sich auf dem Desktop oder in der Task-Leiste eine Verknüpfung an, so lässt sich die Datensicherung mit einem einfachen Mausklick starten.

Live- und Imagesystem
Das obige Verfahren sichert nicht vollständige Installationen. Partitionstabellen, MBR, spezielle Partitionen (z. B. EFI-Boot) und Bootloader bleiben außen vor, so dass nach einem Crash das Grundsystem wieder von Hand installiert werden muss. Beruflich und privat setze ich zu diesem Zweck ein selbst entwickeltes Livesystem ein, mit dem sich ganze Festplatten-Images erstellen lassen. Das Livesystem unterstüzt MSDOS- und GPT-Partitionstabellen (mit anderen Worten den Legacy- oder UEFI-Mode) sowie die Dateisysteme ext3, ext4, xfs, btrfs, vfat und ntfs. Wer das Livesystem einmal ausprobieren möchte, findet hier eine ISO-Datei von etwa 94 MB zum freien Download. Verbesserungsvorschläge sind herzlich willkommen.