Die Hugenotten-Sage

Mein Vater erzählte mir einmal, dass wir von den Hugenotten abstammen. Mein Familienname schreibt sich mit Akzent (Accent aigu). Diese Schreibweise lässt sich bis zu meinem Urgroßvater zurückverfolgen. In seiner Heiratsurkunde schreibt sich der Name mit Akzent. In der Heiratsurkunde meines Ururgroßvaters wird er ohne Akzent geschrieben. Einen Vermerk dazu gibt es vom Standesamt in der Heiratsurkunde meines
Urgroßvaters. Wahrscheinlich hat mein Ururgroßvater Carl Gotthelf den Akzent eingeführt.

Warum der Akzent eingeführt wurde, konnte ich nicht herausfinden. Vielleicht einfach nur, um sich von dem sächsischen Begriff zu unterscheiden. Vielleicht auch nur, weil es schöner klang oder es der Aussprache näher kam. Die Herkunft von den Hugenotten ist aber falsch.

Es besteht eine Verbindung zu der Linie der Bemmanns durch meinen Vorfahren
Martin Bemme/Bemmann (1677-1740), der sich in den Kirchenarchiven mal Bemme und mal Bemmann schreibt. Anscheinend nahm man es früher nicht so genau. Der Ursprung der Bemmanns ist ebenfalls in Sachsen und sie nannten sich früher auch Bemme. Auch die Nähe der Orte Hartha-Gersdorf, Leisnig und Döbeln zu Schweikershain, der Herkunft der Bemmanns, sowie viele Namensähnlichkeiten untermauern diesen Zusammenhang.
Damit sind die Bemmes mit König Heinrich I. nach Sachsen gekommen, wo er die Ungarn 933 besiegte und die Sorbenmark, oder auch Ostmark genannt, in das Deutsche Reich eingliederte und besiedelte. Nachzulesen in der Ausarbeitung von Dr. Klaus Bemmann, im Internet mit vielen Literaturverweisen unter Die Herkunft der Bemmanns zu finden.